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Caroline Fischer spielt:
F. Liszt, C. Debussy,
F. Chopin, W.A. Mozart,
D. Scarlatti und
R. Schtschedrin

Weihnachts-CD
Die Debüt-CD ist im Juni 2006 beim Label Genuin erschienen. GEN 86068
01 F. Liszt (1811 - 1886) La Campanella hören
02 D. Scarlatti (1685 - 1757) Sonata in D Minor K 141  
03 F. Liszt (1811 - 1886) Réminiscences du Don Juan de Mozart hören
  W. A . Mozart (1756 - 1791) Sonata in A minor KV 310  
04   Allegro maestoso  
05   Andante cantabile con espressione  
06   Presto  
  C . Debussy (1862 - 1918) Préludes hören
07   Les fées sont d`exquises danseuses  
08   General Lavine - excentric  
09   Feux d'artifice  
10 R. Schtschedrin (*1932) Basso ostinato (1946)  
11 F. Chopin (1810 - 1849) Etude Op. 10 No. 1 in C major  
12 F. Liszt (1811 - 1886) Hungarian Rhapsody No. 13  


CD-Rezensionen über Carolines Debüt-CD:

Caroline Fischer, schon heute eine der ganz Großen

Von den ersten Takten an ist der Zuhörer von Caroline Fischers Interpretation der Lisztschen „Campanella" gefesselt. Die 21jährige Pianistin, im Konzertleben bereits sehr erfolgreich, hinterlässt hier einen hervorragenden Eindruck, der im Folgenden bestätigt wird. Eine Ausnahmekünstlerin, so viel steht fest.

Caroline Fischers Deutungen sind tiefschürfend, kraft- und gefühlvoll und werden in jedem Punkte dem Geist und Notentext der ausgewählten Komponisten gerecht.

Die Scarlatti-Sonate in d-Moll, K 141, erhält jene Gestalt und Geschwindigkeit, die ihr von Natur aus zusteht. Die gehämmerten Akkorde und die abrupten Brüche passen perfekt zu Rodion Schtschedrins „Basso ostinato" aus dem Jahre 1961, ein von Prokofieff und Strawinsky beeinflusstes Werk. Caroline Fischers ausgefeilter, leuchtend klarer Anschlag in der C-Dur-Etüde op. 10 Nr.1 von Chopin lässt auf weitere diskographische Entwicklungen in dieser Richtung hoffen. Stimmigkeit und jugendliche Frische prägen Fischers Mozartinterpretation. Die a-moll-Sonate KV 310 (1778) wirkt in jedem Moment wahrhaftig. Das singende, gezügelte Allegro zu Beginn kontrastiert glaubhaft mit dem schonungslos offenen Andante con espressivo, das auf natürliche Weise und ohne Verlust der Kontinuität ins Finale führt – ein munteres, lebendiges und fabelhaft gestaltetes Presto. Von Debussy hat Caroline Fischer drei Preludes aus dem Livre II (1913) ausgewählt. Sie musiziert sie stets im Geiste des französischen Komponisten und lässt größte Sorgfalt walten bezüglich der Klangfarben, der Artikulation und der rhythmischen Kaskaden, wie zum Beispiel in „Feux d’artifice" (Nr. 12). Ohne Zweifel gehört Caroline Fischer schon jetzt zu den ganz Großen ihres Faches.

Jean-Luc Caron, resmusica.com, 8. Oktober 2006


Berauschendes Klavierspiel

Die junge Berliner Pianistin Caroline Fischer tritt nach viel beachteten internationalen Wettbewerbs- und Konzerterfolgen nun mit einem virtuosen Schallplattendebüt in Erscheinung.

Die 22jährige Pianistin beweist mit ihrem Erstlingstonträger nachdrücklich ihre künstlerische Klasse. Eine traumwandlerische Sicherheit und Kontrolliertheit des Anschlages lässt sie alle technischen Anforderungen der Literatur in beeindruckender Manier meistern. Das Herzstück dieser Kollektion bildet eine anrührend schlichte Fassung von Mozarts a-Moll-Klaviersonate, in deren Andante die organische, wie aus einem einzigen Atem gespeiste Kantilenengestaltung hervor zu heben ist. Hohe künstlerische Souveränität ist auch in Liszts Opernparaphrase „Réminiscences de Don Juan“ spürbar: die Interpretation besitzt vor allem in denjenigen Passagen, welche das dramatische Komtur-Motiv zitieren, großen Tiefgang. Der lange Variationsteil über das Duett „La ci darem la mano“ plätschert zunächst wohlgefällig dahin, findet aber dann im weiteren Verlauf zu großer Suggestionskraft.

Eine romantisierende Deutung von Scarlattis d-Moll-Sonate K 141 geht dem Liszt voran. Die Verwirklichung der schnellen Tonrepetitionen gelingt respektabel. Funkelnde Springbrunnen sind Liszts „La campanella“ und Debussys „Feux d’artifice“, während der stete „Basso ostinato“ von Rodion Schtschedrin unter Caroline Fischers Händen zur mitreißenden rhythmischen Apotheose wird. Große Direktheit der musikalischen Aussage und natürliche, niemals vordergründige Bravour kennzeichnen auch die Interpretation von Liszts 13. Ungarischer Rhapsodie. Charakteristisch für diese Einspielung ist außerdem ein hoch brillanter Klavierklang. Die filigrane Akustik des Mendelssohn-Saals im Leipziger Gewandhaus passt sehr gut zu Mozart und Debussy.

klassik.com, 12. August 2006


CD-Rezension von Herrn Peter Cossé bei klassik-heute.com

Mit der 22jährigen Berlinerin Caroline Fischer protegiert das Label Genuin eine Interpretin, die sich mit ihren Darbietungen aus der Masse der begabten, fleißigen Pianistinnen entscheidend heraushebt. Ihr Programm mit einigen virtuosen Superstücken bewältigt sie nicht nur mit Anstand, sondern mit jener souveränen Fantasie, die den verwöhnten Hörer aufhorchen lässt. Caroline Fischer hat in allen Bereichen dieser Literatur-Übersicht etwas zu sagen, verleiht der „Ungarischen“ Nr. 13 Flair und zigeunerisches Pathos in den kleinen, überleitenden Noten, aber auch im tänzerisch-frivolen Finale. Sie weiß die dramaturgischen Wechselfälle der Don Juan-Fantasie zu färben, voneinander abzuheben – ein Klavierspiel von hoher Solidität und in den entscheidenden Momenten auch von gewissenhafter Zünd- und Brennkraft.

Den Begleitformeln der a-Moll-Sonate von Mozart sichert Fischer Glaubwürdigkeit – und eben nicht nur mechanische Pünktlichkeit! –, den Tonrepetitionen der Scarlatti-Sonate hinreichend Wirbel. Der Name Fischer ist im Musikwunderland der Pianistik und des Dirigierens eine Verpflichtung: Annie, Edwin, Edith, Ivan, Adam, György. Caroline wird – da bin ich sicher – ihren Platz in diesem Fischer-Chor behaupten.

Peter Cossé, klassik-heute.com, 1. August 2006

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