Lisztomagia Piano Works by Franz Liszt (1811-1866) GEN 89147
Die CD ist am 20. März 2009 erschienen.
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Liebesbotschaft |
(F.Schubert-F.Liszt) |
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Liebeslied ("Widmung") |
(R.Schumann-F.Liszt) |
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Ballade No. 1 in D flat major |
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Ballade No. 2 in B minor |
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Rhapsodie Espagnole |
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| 06 |
Valse Impromptu |
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Mephisto Waltz No. 1 |
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CD-Rezensionen über Carolines Lisztomagia-CD:
Caroline Fischer spielt: Klavierwerke von Franz Liszt - Hochseilartistik
Dass so etwas toll klingen kann, wenn man über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt, und es auch einfach Spaß macht, sich an die Grenzen des technisch Menschenmöglichen gehendes Passagenwerkgedonnere und Geflimmere a la 'Mephisto-Walzer Nr. 1’ und 'Rhapsodie Espagnole’ anzuhören, stellt eben Caroline Fischer auf ihrem bereits zweiten CD-Solorecital unter Beweis.
Abgesehen von der atmosphärisch dichten Klanglichkeit, die sie hier erzeugt, nimmt aber noch mehr die ausgeprägte Sensibilität ein, mit der sie die immer weiter fortlaufende Melodiestimme in das kontinuierliche Begleitgemurmel aus gebrochenen Akkorden einwebt.
Der Inhalt der CD besteht überwiegend aus mehr oder weniger bekannter klavieristischer Hochseilartistik, wie eben der 'Rhapsodie Espagnole’ oder dem 'Mephisto-Walzer Nr. 1’. Dass Fischer neben der rund 15 Minuten dauernden Ballade Nr. 2 in h-Moll die erste, nicht so populäre Ballade in Des-Dur ins Programm genommen hat, gibt ihrer CD ‚Lisztomagia’ die nötige Ausgewogenheit. In erster Hinsicht bestechen hier ihre geradezu unerhörte Gelassenheit, die Plastizität und Präzision, mit der sie Akkordketten, Oktavierungen, Läufe und rhythmische Vertracktheiten gestaltet. Letzteres trifft besonders auf das 'Valse-Impromptu’ und seine vielen kleinen plötzliche Zäsuren zu. Falsche Noten scheint Fischer nicht zu kennen. Ihr Liszt-Album macht neugierig darauf, welche Wege sie in Zukunft beschreiten wird. Genug Potential für Größeres besitzt sie auf jeden Fall.
Aron Sayed, klassik.com, 31. Juli 2009
CD-Rezension von Peter Korfmacher in der Leipziger Volkszeitung
Es ist schön, wenn schon vor dem 200. Geburtstag des großen Klaviermagiers Franz Liszt jemand eine Lanze bricht für den Visionär (nicht nur) des Klaviers. Erst recht, wenn es so elegant und uneitel geschieht wie unter den Fingern der jungen Caroline Fischer. Sie geht Liszt von der Linie her an, setzt auf Transparenz und auf Struktur, egal, ob in den grandiosen Liedbearbeitungen nach Schubert und Schumann oder im gleisnerischen ersten Mephisto-Walzer.
Peter Korfmacher, Leipziger Volkszeitung, 10. Juli 2009
CD-Rezension von Herrn Peter Cossé bei klassik-heute.com
Nach ihrer Genuin-Debüt-CD mit Werken von Liszt, Debussy, Chopin, Mozart, Scarlatti und Shchedrin (GEN 86068) lässt Caroline Fischer mit einem ausschließlich den Werken Liszts gewidmeten Programm aufmerken.
Caroline Fischer beginnt ihre Vortragsfolge mit zwei der beliebtesten Schubert-Bearbeitungen: Sicher und selbstbewusst in der Definition der entsprechenden, der Liebe verpflichteten Lied- bzw. Klaviercharaktere. Das Instrument als dienendes Echo schönster zwischenmenschlicher Beziehungen, Hoffnungen und Möglichkeiten. Fischer erfüllt alle Reinheitsgebote was die kleinen, figurativen Noten anbelangt, investiert Schwung und Leidenschaft, ohne jenen gestalterischen Überblick zu verlieren, den diese kleinen, in sich geschlossenen Seelenlandschaften dem Interpreten nahe legen.
In der von Caroline Fischer gewählten Werkfolge fällt – neben den „Unverzichtbaren“ – die verhältnismäßig kurz gehaltene Ballade Nr. 1 Des-Dur ins Auge und im Folgenden auch wohltuend ins Ohr. Bis auf wenige Ausnahmen (Leslie Howard, der späte Cziffra etwa) wurde und wird dieses liebenswürdige, indes thematisch und im Aufbau etwas unfertig anmutende Stück gemieden. Zusammen mit der h-Moll-Ballade vorgetragen, entsteht jedoch so etwas wie ein „Doppel“ mit Vorspiel und Hauptteil. Caroline Fischer beweist Nerven, zeigt energischen Zugriff, steuert den ersten Teil mit klaren Konturen rhythmisch elastisch an, um dann die an die zweite Franziskus-Legende erinnernden Wellenbewegungen der h-Moll-Bebungen ganz im Sinne klavieristischer Bildhaftigkeit zu erfüllen.
Caroline Fischer weiß die entscheidenden Höhepunkte anzusteuern und mit Verve und Risikofreude zu bewältigen. Sie versteht es – etwa zu Beginn des Mephisto-Walzers – ätzende Atmosphäre zu provozieren, im schönen Gegensatz zu den melancholisch-sentimentalen Variationen des Mittelteils.
Peter Cossé, klassik-heute.com, 12. Juni 2009